Wann wird die ambulante Ernährungstherapie eingesetzt?

Essstörungs-Therapie in Hamburg AltonaAmbulante Ernährungstherapie bedeutet, Betroffenen mit einer Essstörung auf der Ernährungsebene und zum Essverhalten Rückmeldungen, Struktur und praxisnahen Empfehlungen zum derzeitigen Ess- und Trinkverhalten zu geben. Häufig sind Nährstoffmangelsituationen (Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe, etc.) auszugleichen. Das Spektrum reicht von der Ernährungsprotokollauswertung bis hin zur Rezeptbesprechung, einem gemeinsamen Außer-Haus-Essen oder einem Einkaufstraining. Ebenso gehören Körperwahrnehmungs- und Atemübungen und sinnlich-sensorische Erfahrungen dazu. Es ist eine verhaltenstherapeutischer Ansatz und ausdrücklich kein psychotherapeutisches Arbeiten mit den Betroffenen.

Wer als Betroffene(r) einer Essstörung vor und nach einem stationären Klinikaufenthalt professionelles, weiterführendes Coaching für seine Ernährung benötigt, der/die ist in der ambulanten Ernährungstherapie richtig. Das selbstverantwortliche und vor allem selbstorganisierte Essen im ganz normalen Leben ist nicht nur für essgestörte Menschen ein großes Thema geworden. Wenn man bedenkt, dass in einem großen Supermarkt ca. 30.000 Lebensmittel angeboten werden, ist eine Irritation verständlich. Nicht zu vergessen ist der Einfluss von Zusatz- und Aromastoffen, welche oft nicht gut deklariert werden oder nicht bekannt sind, als Einfluss auf geschmackliche Auswirkungen der Ernährung.

Klienten, die sich wegen einer Essstörung in psychotherapeutischer Behandlung befinden, also keinen Klinikaufenthalt hatten, suchen häufig ergänzend die ambulante Ernährungstherapie auf. Dieses stellt damit wieder einen Teil des Ganzen dar – nämlich die psychologische, medizinische und physiotherapeutische bzw. bewegungsorientierte Zusammenarbeit der Fachleute untereinander.

Die ambulante Ernährungstherapie wird unter anderem z. B. vor dem operativen Eingriff eines Magenbands (Gastric bandic) von Fachärzten dringend empfohlen und als interdisziplinärer Baustein betrachtet.

Der Kontakt entsteht über die Zusammenarbeit mit den Hamburger Beratungsinstitutionen:

  • durch Kliniken
  • durch Hausärzte sowie Internisten mit Schwerpunkt Gastroenterologie
  • Die Waage e.V.
  • Die Boje
  • Frauenperspektive@Kajal