Ernährungstagebuch

Ein Ernähungstagebuch gibt einen guten Überblick über das eigene Essverhalten. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier oder verwenden Sie die von mir gestellte Vorlage und schreiben Sie alle Speisen und Getränke, die Sie im Laufe des Tages zu sich nehmen, auf. Seien Sie dabei ehrlich und essen Sie die Lebensmittel, die Sie sonst auch kaufen, damit das Ergebnis nicht verfälscht wird. Führen Sie das Tagebuch ungefähr eine Woche lang. So können Sie Ihren Gewohnheiten und den Körperreaktionen auf den Grund gehen.

Die vier großen“ Ws“ helfen Ihnen dabei:

Wann? Tragen Sie die Uhrzeit ein. Notieren Sie auch die kleinsten Dinge wie ein Stück Schokolade oder Keks zum Kaffee oder die Kaugummis bzw. Atembonbons für zwischendurch.

Was? Auch hier sollten Sie möglichst genau vorgehen: Welche Nudelnsauce, welches Salatdressing, welches Brot? Und trinken Sie Ihren Kaffee schwarz oder mit viel Milch? Fettarm oder mit 3,5 Prozent Fett?

Wie viel? War zum Beispiel das Gemüse die Beilage oder eher der Hauptbestandteil des Mittagessens? Bitte geben Sie die Mengen in Esslöffeln, Becher, kleiner Teller, 1 Scheibe oder Stückzahl an. Notieren Sie die Getränke einzeln und addieren Sie zum Ende des Tages ihre Gesamtflüssigkeitszufuhr.

Wo? Zu Hause am Esstisch, auf dem Sofa, beim Einkaufsbummel, im Restaurant, im Büro, im Auto?

Weitere Punkte, die Sie festhalten können:

  • Waren Sie eher gut oder eher schlecht gelaunt?
  • Hatten Sie das Essen geplant oder nicht?
  • Haben Sie unter Zeitdruck gegessen oder in Ruhe?
  • Haben Sie danach einen Spaziergang oder ein Mittagsschläfchen gemacht?

Verträglichkeit?

Für Patienten mit einer Unverträglichkeit ist dies genau zu beachten und im Protokoll zu notieren. Dazu gehört auch, welche Symptome in welcher Intensität dabei aufgetreten sind.

Hunger- und Sättigungsgefühl wird bei Klienten mit Essstörungen notiert.